Hannah Wicklund – Live Webstream

Aktuell, Live

Für 6,90 $ konnte man in der vergangenen Nacht ein Webstream-Konzert von Hannah Wicklund anschauen. Nicht viel Geld für eine, wie ich finde, noch unterschätzte Ausnahmekünstlerin. Ich wäre auch bereit gewesen dafür mehr Geld auszugeben. Und da ich sie im Juni im Nochtspeicher in Hamburg leider nicht live sehen konnte (Corona ist und bleibt ein A********) und auch noch kein Nachholtermin feststeht, brauchte ich nicht lange zu überlegen. Online-Ticket gekauft und dann dabei sein.

Das „Konzert“ fand in Gainsville, FL und auf Grund der Zeitverschiebung bei uns erst am 3. Oktober, nachts um 2 Uhr statt. Egal, es ist Feiertag, kann man mal machen. Und damit kommen jetzt auch schon die beiden einzigen Minuspunkte. Zum einen, wie Hannah es zu Beginn sagte, war es nicht wirklich live. Das Acoustic-Konzert wurde bereits vorher aufgezeichnet. Nicht so schön für einen angekündigten Live-Gig. Und der zweite Minuspunkt: einmal gesehen und keine zweite Chance. Zwar stand der Stream noch 24 Stunden zum Anschauen bereit, aber wer es einmal gesehen hat für den gab es keine 2. Chance. Nicht so schön.

Nun aber zum Konzert selbst und das war wirklich stark. Mit der Acoustic-Gitarre und dem grandiosen „Strawberry Moon“ beginnend, glänzte die ganz in rot gekleidete Hannah Wicklund von Beginn an mit ihrer kräftigen und sehr ausdrucksvollen Stimme. Das sie die Gitarre mindestens genauso gut beherrscht, kann man in einem Acoustic-Konzert leider nicht so zeigen. Aber es wird auch mal eine Zeit nach Corona geben, wenn sie dann wieder mit ihrer Band auf der Bühne steht.

Mit dem vierten Song „Ghost“ kommt dann der Wechsel zur elektrischen Gitarre, mit der dann auch ein weiterer Ausnahmesong präsentiert wird, nämlich „Shadowboxes And Porcelain Faces“. Wow, das berührt.

Danach folgt „Bomb Through The Breeze“ … am Klavier. Nun ja, für mich ist das wirklich ein reiner Gitarrensong und da hätte ich ihn auch gerne gehört, nicht am Klavier. Das anschließende Beatles-Cover „Oh Darling“ ist dann aber perfekt am Klavier.

Für das Finale kommt dann wieder der Wechsel zur Acoustic-Gitarre und als vorletzten Song gibt es den an diesem Tag erschienen Titel „Psychobabble“, somit hier auch zum ersten Mal live präsentiert. Als letzter Song dann noch das Neil Young-Cover „Ohio“, das bereits während der Pandemie von Hannah Wicklund veröffentlicht wurde und das ganz bestimmt auch NY gefallen würde.

Nach 50 Minuten ist dann Schluss, leider viel zu kurz. Von den 6,90 $ war dieser Stream jeden Cent wert. Jetzt hoffe ich das bald ein Nachholtermin für das ausgefallene Konzert im Nochtspeicher angesetzt wird, damit man sie dann auch wieder mit ihrer Band „The Steppin Stones“ sehen kann.

Gesehen werden kann das Konzert im Nachhinein leider nicht mehr, da ein Ticket benötigt wird.

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