Joachim Witt – Mera Luna 2019

Aktuell, Festivals, Live

Joachim Witt hat sich in seiner Karriere schon mehr als einmal neu erfunden. Vom goldenen Reiter über die Bayreuth-Trilogie, ist er jetzt bei Rübezahl angekommen. Und genau so betritt er auch die Bühne. Wallendes schwarzes Gewand, Gehstock und der weiße Bart. Das alles (oder fast alles) wird nach dem ersten Song “Herr der Berge” abgelegt, übrig bleibt der lange weiße Bart.

Im Laufe dieses Auftritts mit den Pathosgeschwängerten Songs, die man der Neuen Deutschen Härte zuordnet, muss man sich aber fragen, ob sich Joachim Witt selbst noch ernst nimmt.

Wären da nicht die Übersongs “Die Flut” (sein kommerziell erfolgreichster Song, zusammen mit Peter Heppner) und “Der goldene Reiter”, wäre eigentlich alles belanglos. Und dann kommen die Kommentare zwischen den Songs, die allesamt zum fremdschämen sind. Aufforderung zum saufen und zum k***** und weiterer Mist. Die Fans können es mögen, aber sein muss das nicht.

So bleibt im Kopf ein alternder NDW-Star, der den Turnaround zur Neuen Deutschen Härte geschafft hat und ein gern gesehener Gast auf dem Mera Luna ist. Der sich aber selbst wohl nicht mehr ganz ernst nimmt.

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